Bei welchen Störungen kann Ergotherapie helfen?

Motorisch-funktioneller Bereich

Hierbei handelt es sich um Beeinträchtgungen des Bewegungsapparates durch Funktionsstörungen von Muskeln, Sehnen und Gelenken bezüglich der Koordination und Kraftdosierung in Bewegungen.

Diese Beeinträchtigungen können z. B. auftreten:

  • nach Operationen
  • nach Brüchen, Quetschungen, Unfällen
  • bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  • bei Querschnittslähmungen
  • bei Schädigung von Nerven, die Muskeln enervieren

 

Durch ergotherapeutische Behandlungstechniken möchten wir Sie unterstützen, folgende Ziele zu erreichen:

  • Wiederherstellung von physiologischen Bewegungen
  • Vermittlung von Kompensationstechniken zur Bewältigung von Aktivitäten des täglichen Lebens
  • Hilfsmittelerprobung und Versorgung

 

Sensomotorischer-perzeptiver Bereich

In diesem Bereich kommt es zu Beinträchtigungen der Wahrnehmung und / oder der Verarbeitung von Sinneseindrücken. Diese können mit kognitiven, motorischen und psychischen Defiziten einhergehen, wie z.B.:

  • Störungen der sensorischen Integration
  • Teilleistungsstörungen der visuellen oder auditiven Wahrnehmung
  • Bewegungsstörungen
  • Entwicklungsverzögerungen
  • Cerebralparese, geistige Behinderung und Mehrfachbehinderung
  • Zustand nach cerebrovaskulären Insult / Apoplex
  • Zustand nach Schädel-Hirntrauma

 

In den grundlegenden Sinnessystemen, wie z.B.

  • dem Gleichgewichtssinn
  • dem Tastsinn
  • der Körpereigenwahrnehmung

kann Ihnen Ergotherapie helfen, Stabilität zu gewinnen und sie adäquat einzusetzen.
Die darauf aufbauenden Sinnesleistungen der Fernsinne (Hören & Sehen) und die motorischen Fähigkeiten können in der Ergotherapie mit unserer Hilfe geschult werden, so dass Handlungsplanung, Ausdauer, Motivation und Konzentration für Anforderungen des Alltags zur Verfügung stehen.

 

Psychischer, neurotischer und psychosomatischer Bereich

Der Bereich der psychischen Störungen geht mit einem gestörten inneren Selbstwertgefühl einher. Als Auswirkung hiervon sind z. B. zu beobachten:

  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Schulschwierigkeiten

 

Ursächlich hierfür kommen z.B. folgende Erkrankungen in Betracht:

  • Depressionen
  • Neurosen
  • Suchtkrankheiten
  • Organisch bedingte Alterspsychosen
  • Psychosomatische Erkrankungen

 

Als reha-konzept Team, bestehend aus erfahrenen Ergotherapeuten, wollen wir in Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten, Sie unterstützen, die nachfolgenden Punkte zu erreichen, damit Sie Ihre Lebensqualität erhöhen können:

  • Wiedererlangen eines stabilen inneren Gleichgewichts
  • Fähigkeiten zur Kontaktaufnahme und Abgrenzung erlangen
  • Wahrnehmung eigener Bedürfnisse
  • Umgang mit Bedürfnissen anderer
  • Bewältigung und Verarbeitung
  • Konzentration auf sich und auf Aufgaben des täglichen Lebens
  • Tagesstrukturierungmöglichkeiten planen

 

Neurologischer und neuropsychologischer Bereich

In diesem Bereich kommt es zu Beeinträchtigungen im Nervensystem, die z.T. auch in Wechselwirkung mit psychischen Komponenten auftreten können. Dieses ist zu beobachten bei:

  • Morbus Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Demenzielle Erkrankungen
  • Merkfähigkeits- und Konzentrationsstörungen
  • Orientierungsstörungen
  • Störungen der Handlungsplanung und Handlungsdurchführung

 

Ergotherapie soll folgende Ziele unterstützen :

  • Wiedererlangen einer größtmöglichen Selbständigkeit in Aktivitäten des täglichen Lebens
  • Psychische Unterstützungsstrategien erarbeiten